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Vegetation
Die Insel hat
einen breiten Flachwassersaum, der bei Ebbe fast völlig trockengelegt
ist. Dort stößt man auf große Mengen von Seeigeln, verschiedene
Mollusken und Krabben sowie auf wachsende Korallen. Daran schließt
sich landwärts der Gürtel des schneeweißen Strandes aus Korallensand
an. Hier wachsen Kokospalmen, lichtes Gehölz und Pandangbüsche,
Scaevola und Tournefortia. Diese periphere Landschaftszone ist vom
Menschen stark verändert worden. Hier verläuft die ringförmige Küstenstraße,
hier stehen Gebäude und finden sich Grünanlagen.
Wesentlich besser erhalten geblieben ist die natürliche Landschaft
an den Hängen der zweiten Hochterrasse und des alten Riffs. Hier
dehnen sich lichte Wälder aus Kokospalmen, Ficus, Calophyllum und
Hibiscus. Auf dieser zweiten Terrasse hatte man früher auch die
größten Kokospalmenpflanzungen angelegt. Naurus Kirsch-, Feigen-,
Mandel- und Mangobäume sind längst abgeholzt. Für das Innere der
Insel ist der schroffe Unterschied zwischen den unbelebten Räumen
der Tagebaue und den übrigen Flächen bezeichnend, wo die natürliche
Landschaft erhalten geblieben ist. Die höheren Lagen werden von
lichten Gehölzen aus Hartlaubhölzern eingenommen, unter denen Calophyllum,
ein mittelhoher Baum mit gewundenem Stamm und breiten Blättern,
vorherrscht. Die Mulden und anderen Hohlformen tragen eine etwas
andere Vegetation, die niedriger und dichter ist. Hier dominieren
Pandang, Scaevola und Tournefortia. Der Unterschied der Landschaft
erklärt sich aus dem jeweiligen Wasserhaushalt der Böden. Trotz
der hohen Niederschlagsmenge (bis zu dreißig Millionen Kubikmeter
im Jahr) sind auf dem Plateau nirgends Spuren eines Oberflächenabflusses
in das Meere zu erkennen. Der Grundwasserspiegel liegt tief. Das
Regenwasser versickert schnell in den lockeren Boden und in das
poröse Phosphatgestein. Daher wird der Boden rasch ausgewaschen
und bleibt das ganze Jahr über trocken. Nauru liegt zwar in einem
relativ feuchten Klimagebiet, aber auch hier treten Trockenzeiten
von einigen Monaten Dauer auf.
Quelle:
© AMDAC+ Gesellschaft für Staatenforschung / Christoph Kölzsch
Nauru / Landesnatur / Stand: September 2002
www.amdacplus.org
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